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Qualitätssicherung Blowerdoortest

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Über Gebäudethermografie

Thermografie zeigt Wärmestrahlung.

Im technischen Bereich lässt sich diese Strahlung durch Systeme mit speziellen, infrarotsensiblen Empfängern erfassen. Die Empfindlichkeit und das Auflösungsvermögen dieser Systeme sind sehr groß, so dass auch geringe Temperaturunterschiede über größere Entfernungen zuverlässig gemessen werden. 

Die Systeme funktionieren wie elektronische Kameras. Mit Hilfe einer speziellen Infrarotoptik wird die von der Umgebung, bzw. dem betrachteten Objekt ausgehende Wärmestrahlung abgetastet und in elektrische Signale umgewandelt. Diese Signale werden von der Kameraoptik weiterverarbeitet, zu einem Bild zusammengesetzt und auf einem Bildschirm ausgegeben. 

Rot ist warm und blau ist kalt.

Den einzelnen Bildpunkten werden dabei, der empfangenen Infrarotstrahlung entsprechend, unterschiedliche Farbtöne zugeordnet. Hohe Temperaturen werden mit roten Farbtönen, niedrige Temperaturen mit blauen Farbtönen gezeigt. Neben den einzelnen Thermogramme ist jeweils eine Farbskala angegeben.

Gebäudethermografie nur im Winterhalbjahr.

Für eine erfolgreiche Thermografie sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Wichtig ist, dass sich das zu untersuchende Objekt durch eine ausreichende Wärmestrahlung von der Umgebung abhebt. Das bedeutet, dass die Temperaturen im Innern eines Gebäudes mindestens 10-15°C über der Außentemperatur liegen müssen! 

Nur unter dieser Bedingung können sich thermische Effekte mit ausreichender Deutlichkeit ausprägen. Aus diesem Grund können thermographische Untersuchungen nur bei niedrigen Außentemperaturen (Winterhalbjahr) und, zur Vermeidung von Verfälschungen durch die solare Infrarotstrahlung, nur vor Sonnenaufgang durchgeführt werden. 

Regennasse Fassaden erfordern eine spezielle Interpretation.

Da auch regennasse Fassaden infolge der auftretenden Verdunstungskälte zu Verfälschungen der Untersuchungsergebnisse führen, müssen zudem relativ trockene Witterungsverhältnisse herrschen. Hat es in der Nacht vor einer Außenthermographie geregnet, muss das in den Thermogrammen und ihrer Interpretation beachtet werden. 

Thermogramme sind Falschfarbendarstellungen.

Die von Thermogrammen wiedergegebenen Farben stehen in keinem Zusammenhang mit der realen Gebäudefarbe oder Oberflächenbeschaffenheit. Sie geben einzig und allein die Temperaturverteilung an der Gebäudeoberfläche wieder. 

Die Temperaturen werden vom sogenannten Emissionskoeffizienten der untersuchten Bauteile beeinflusst. Dieser kann bei den üblichen Baustoffen aber näherungsweise als konstant angesehen werden. Die Farbzuordnung über den jeweiligen Temperaturmessbereich ist an einem Farbbalken am Rand der Bilder ablesbar. Dabei bedeutet schwarz eine Temperatur unterhalb des eingestellten Messungbereichs und weiß eine Temperatur darüber.

Gleiche Farben und unterschiedliche Temperaturen.

In der Regel wird der Messbereich einer Thermografie auf die auftretenden Temperaturunterschiede hin abgestimmt. Davon sind sowohl die Größe als auch die absolute Lage des Temperaturbereichs betroffen. Es können sich daher Farbverschiebungen zwischen einzelnen Thermogrammen ergeben (gleiche Farben bei  unterschiedlichen Thermogrammen bedeuten daher nicht gleiche Temperaturen!). Das muss bei der Interpretation von Thermogrammen unbedingt beachtet werden.