Die Geschossdecke
Allgemeine Grundlagen.
Die Geschossdecke (Keller und Obergeschoss) hat die Aufgabe Bewohner vor der Witterung zu schützen. Sie muss dicht gegen Wasser (Feuchtigkeitsverhalten) und Wind (Luftdichtheit) sein und eine wärmedämmende Wirkung aufweisen.
Brand-, Schall- und Wärmeschutz.
Die speziellen bauphysikalischen Anforderungen an den Brand-, Schall- und Wärmeschutz richten sich vor allem nach der Lage der Geschossdecke im Gebäude.
Dabei wird zwischen (Wohnungs-)Trenndecken, die in erster Linie schallschutztechnische Anforderungen erfüllen müssen und Decken gegen unbeheizte Räume bzw. gegen die Außenluft (z.B. Kellergeschoss und Dachgeschoss), die insbesondere Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllen müssen, unterschieden.
Unterschiedliche Dämmstoffe.
Entsprechend der bauphysikalischen und technischen Anforderungen können verschiedene Dämmstoffe eingesetzt werden.
Ein behagliches Raumklima und gesundheitliche Aspekte sollten bei der großen Auswahl an verfügbaren Dämmstoffen im Vordergrund stehen.
Entsprechend ihrer Herkunft, werden Dämmstoffe wie folgt unterschieden:
- künstliche organische Dämmstoffe
- künstliche mineralische Dämmstoffe
- natürliche organische Dämmstoffe
- natürliche mineralische Dämmstoffe
Aufgrund von Baustoffeigenschaften und Lieferform ist nicht jeder Dämmstoff für den Einsatz in allen Gebäudeteilen geeignet. Lose Dämmstoffe wie Zellulose benötigen Schalungen. Druckbeanspruchte (z.B. Bodenplatten) oder nicht dauerhaft trockene Bauteile (z.B. Kelleraußenwände) benötigen Dämmstoffe mit entsprechenden Zulassungen.
Einsatzort und Materialauswahl sind auf jeden Fall aufeinander abzustimmen. Eine fachgerechte Verarbeitung ist unbedingt erforderlich.
Der Gesamtwärmeverlust.
Gemäß EnEV sind Wärmeverluste über die äußere Gebäudehülle zu minimieren. Der Gesamtwärmeverlust eines Gebäudes besteht aus Transmissions- und Lüftungsverhalten, sowie aus Verlusten der Anlagentechnik.
Bei Gebäuden, die nicht nach den Anforderung der aktuellen Wärmeschutzverordnung errichtet wurden, sind diese Verluste i.d.R. sehr hoch. Ein wesentlicher Anteil dieser Verluste ist dem unzureichenden Wärmeschutz, also den Transmissionswärmeverlusten zuzuordnen.
Die Vermiderung dieser Wärmeverluste, durch eine wärmeschutztechnische Verbesserung (nachträgliche Dämmung) der Außenbauteile, ist die effektivste Maßnahme zur Senkung des Heinzwärmebedarfs eines Gebäudes und zur Steigerung des Wohnkomforts und der Behaglichkeit.
Wärmeschutzmaßnahmen sollten aus energetischen und bauphysikalischen Gründen möglichst homogen ausgeführt werden. Je höher das angestrebte Dämmniveau ist, desto wichtiger ist eine homogene Veteilung des Wärmeschutzes und damit die Vermeidung von Wärmebrücken.









